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| Veröffentlichung | 26.06.2009 |
| Highlights | Silver Moons // Black Swan // You Go On Ahead (Trumpet Trumpet II) |
| Genre | Indie-Rock |
| Sounds Like | Wolf Parade // Nick Cave // Arcade Fire // Swan Lake |
Man sollte zu Ehren Spencer Krugs eine riesige Statue errichten. Zugegeben, der Name wird den meisten im ersten Moment nichts sagen, doch dürfte jeder, der erfährt, dass er hauptverantwortlich für die Werke von Frog Eyes, Wolf Parade, Swan Lake und Sunset Rubdown ist, mir in meiner Forderung zustimmen – zumindest ist das zu hoffen. Der Garant für tollen und außergewöhnlichen Indie Rock hat sich also im Herbst des vergangenen Jahres mit seinen Bandkollegen Jordan Robson-Cramer, Michael Doerksen und Camilla Wynne Ingr (ja, das ihr Name) an das vierte Sunset-Rubdown-Album in fünf Jahren gemacht. Wirklich beachtlich macht diese Menge (man erinnere sich an all die anderen bereits erwähnten Projekte) erst die Qualität der Lieder. Diese ist auch auf „Dragonslayer“wieder so hoch, dass nicht nur Drachen der Atem wegbleibt.
Mit dem grandiosen Eröffnungsstück sind schnell alle Zweifel beseitigt: Gone are the days bonfires made me think of you. Looks like the prophecy came true: You are a fallen tree. He is a fallen tree. "How old are you?" "No, how old are you?" ist eine so schöne Textpassage, dass man sie sich eigentlich groß an die Zimmerwand schreiben müsste. Es ist genau dieser Break im langsamen hymnischen Stück “Silver Moons”, der jedes Mal aufs Neue für Gänsehaut sorgt. Einzig von ein paar Klavierakkorden begleitet, singt Krug mit sanfter Stimme die zitierten Zeilen, bevor Camilla Wynne Ingr samt verzerrten Gitarrenklängen als zweite Stimme dazustößt. Ein Moment für die Ewigkeit. Mit Vorbote „Idiot Heart“, in dem ebenfalls zweistimmig gesungen wird, geht es weiter; um einiges schneller, doch der richtige Ausbruch lässt noch bis „Black Swan“ auf sich warten: In bester Nick-Cave-Manier wird alle vier Zeilen das Maximum aus den Instrumenten rausgeholt. Das darf man nach einem getrosten And you were hoping for something a little more realistic. You were hoping for the head of the queen. auch.
Die zweite Hälfte beginnt mit dem bereits aus „Enemy Mine“ von Swan Lake bekannten „Paper Lace“, einer anderen Version, versteht sich – leider nicht ganz so schön, trotzdem ein tolles Lied. Insgesamt werden die Klänge gegen Ende des Albums ein wenig ruhiger, was für Krug dennoch kein bombastisches Finale namens „Dragon’s Lair“ ausschließt. Das geht schon stark in Richtung Oper – wer sich an „Kissing The Beehive“ erinnert fühlt, liegt alles andere als falsch. Doch nicht nur das Finale ist einen Tick besser als das der letzten Wolf Parade – das Album überzeugt als Einheit. Die busiest person in indie rock hat mit seinen Bandkollegen für einen Höhepunkt des aktuellen Musikjahres gesorgt und mit „Silver Moons“ ein Stück geschrieben, das über Generation in den Köpfen der Menschen bleiben sollte.












